Vita
Wie wird man Professor, wenn man eigentlich Flugbegleiter ist?
Wie wird man Professor, wenn man eigentlich Flugbegleiter ist?
Die Geschichte beginnt über den Wolken. Ende der 90er fliegt Alexander Holtermann um die Welt — Bordkarte links, Buch rechts. Er liest, was andere im Hörsaal lesen, nur dass sein Hörsaal eine Boeing mit dreihundertfünfzig Passagieren ist. Zwischen Frankfurt und Singapur Politische Theorie, zwischen Toronto und Frankfurt Wirtschaftsgeschichte, irgendwo über Sibirien der erste Forschungsplan im Notizbuch.
Das Lesen wird zur Promotion. Die Promotion wird zur zweiten. Die zweite zur dritten. Drei Doktorgrade später trägt er offiziell den Titel „Prof. Dr. Alexander Holtermann, Ph.D., DBA“ — auf Briefköpfen sieht das aus wie ein verirrter Kennzeichen-Aufdruck, aber so kam es eben.
Heute lebt er in Groß-Gerau, lehrt Digitale Transformation, gründet KI-Unternehmen, schreibt Bücher (über 30 inzwischen, irgendwann hat er aufgehört zu zählen), berät Vorstände und Mittelständler, hält Keynotes auf Bühnen — und hat einen Sohn, der ihm regelmäßig erklärt, was er bei TikTok falsch macht.
Was ihn antreibt: die Überzeugung, dass die KI-Revolution nicht in Silicon Valley entschieden wird, sondern in deutschen Mittelständlern, in Klassenzimmern, in Vorstandsetagen — überall dort, wo Menschen sich fragen, was sie mit dieser neuen Maschine eigentlich anfangen sollen. Sein Job ist es, diese Frage zu beantworten. Auf Bühnen, in Büchern, in Mandaten — und ab Q2 2027 auch mit seinem humanoiden Co-Speaker NEO.
Die Boeing fliegt übrigens noch — nicht mehr mit ihm an Bord, aber an einem Schreibtisch in Groß-Gerau hängt ein Foto. Daneben steht in geschwungener Schrift: Bordkarte links, Buch rechts.
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